Die Ortschaft Rösa
mit den Ortsteilen Brösa und Rösa
✓ Verkehrsanbindung Bus
X Verkehrsanbindung Bahn
✓ Kita & Schule
X Einkaufen/Lebensmittel
X Essen/Restaurant
X Hotel/Pensionen
Schule mit Landschaftspark
Wer nach Rösa und Brösa kommt, findet die zwei schönsten Seiten unserer Heimat vereint: der Zauber der landwirtschaftlich geprägten Muldeaue und die Beschaulichkeit der Wälder der Dübener Heide.
Landwirtschaft und Wald prägten seit jeher unseren Ort und so ist es bis heute geblieben.
Der Landschaftspark unterhalb der Schule ist ein kleines aber sehr schönes Fleckchen Erde. Ebenso die romantische Kirche mit dem nach 1945 separiertem Glockenspiel. Ganz in der Nähe der Kirche befindet sich das Ehrenmal für die 33 Gefallenen und Vermissten Personen des Ersten Weltkrieges ( 1914 – 1918).
Regelmäßige Veranstaltungen, wie Parkfeste oder Vereinsfeste lassen die Ortschaft immer enger zusammenwachsen.
Sehenswert ist neben der Kirche in Rösa vor allem das ehemalige gräfliche Schloss mit dem sich unmittelbar anschließenden naturgeschützten Park. Das Schloss wird als Grundschule genutzt. Der gut erhaltene Deckenstuck und der Blick auf den Park bzw. den ehemaligen Gutshof verleihen der Schule einen besonderen Charme.
Im Park mit seinen zum Teil jahrhundertealten Bäumen finden nicht nur das Osterfeuer oder das Lagerfeuer an Sankt Martin statt, er ist gerade in der heißen Jahreszeit idealer Sportplatz für die Schule und beliebtestes Rösaer Ausflugsziel.
Die Kindertagesstätte befindet sich auf der Seite des Dorfes, die dem 1970 eingemeindeten Ortsteil Brösa am nächsten ist. Sie wird vor allem von Kindern aus Rösa und Brösa genutzt.
Erhalten sind auch zwei Mühlenstandorte: die Obermühle, die bereits 1531 erwähnt wurde, war fast die ganze Zeit ein kirchliches Lehen und wird bis heute als Wohnhaus genutzt. Die Untermühle wurde 1657 erstmalig erwähnt; befand sich aber sicher zu diesem Zeitpunkt schon Jahre lang im Besitz des ersten bekannten Untermüllers. Am 23. Januar 1858, ging die Mühle in den Besitz der Familie Bley. In der Tradition dieser Mühle, die auch immer die Rösaer Schneidemühle war, wird das Sägewerk als Familienunternehmen fortgeführt.
Die Geschichte von Rösa-Brösa
10 archäologische Fundstellen (zumeist bronzezeitlich, also etwa aus der Zeit 1000 - 800 vor unserer Zeitrechnung) und die schriftlichen Überlieferungen von spätestens im Jahre 1500 untergegangenen Dörfern (Hainichen, Hohenbucko, Rissdorf, Watschwitz) zeichnen ein anderes Bild der Besiedlung unserer Heimat, als wir es heute kennen. Hohenbucko, Rösa und Brösa waren Vorwerke von Pouch; die Mulde war Landesgrenze.
Die kleinen Dörfer bestanden aus wenigen Häusern und wurden von Bauern bewohnt, die die umliegenden Felder bewirtschaften. Die Rösaer Kirche ist romanisch, der Taufstein ist noch im Original erhalten und wird bis heute genutzt. Wahrscheinlich stammt die Kirche aus der Zeit um 1150. Rösa war Kirchort für die umliegenden kleinen Dörfer.
1346 wurde Rösa erstmals urkundlich erwähnt. Das Schloss Rösa, heute eine Grundschule, war seit 1532 im Besitz der Grafen zu Solms. Der letzte Besitzer, Friedrich Graf zu Solms-Tecklenburg (1864–1946), wurde 1945 enteignet. Er verstarb am 23. Januar 1946 im Bitterfelder Krankenhaus und wurde auf dem Friedhof neben der Kirche bestattet.
Rösa und Brösa gehörten bis 1815 zum kursächsischen Amt Bitterfeld. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1944 gehörten.
Die Orte Rösa, Brösa und Pouch galten allgemein als arm, wie die Volksmunddichtung beschreibt:
„In Rese, Brese, Poch ,/ da schrei’n se himmelhoch;
Da müssen se sich ernehr’n/ von lauter Heidelbeern;
Und wenn se keine fin’n/ da müssen sie Besen bin’n;
Und wenn se das nicht könn’n,/ da müssen se betteln geh’n.“
Seit dem 1. Januar 2010 gehört die ehemals selbständige Gemeinde Rösa zur Einheitsgemeinde Muldestausee. Die ehemalige Gemeinde gehörte der Verwaltungsgemeinschaft Muldestausee-Schmerzbach an.